Junge Menschen mit Seifenblasen, Berufsziel: Pfarrerin oder Pfarrer

Berufsziel: Pfarrerin oder Pfarrer

​#DerBeruf

Wer gerne im Pfarramt arbeiten möchte, hat eine umfangreiche Ausbildung vor sich – bekommt aber auch viel geboten: vom umfassenden Studium über eine fundierte Praxisausbildung bis hin zu glänzenden Übernahmeaussichten.

Wie wird man Pfarrerin oder Pfarrer?

Die Ausbildung zur Pfarrerin oder zum Pfarrer besteht aus zwei Teilen: einem Hochschulstudium Evangelische Theologie und dem Vikariat. Beide werden mit einem Examen abgeschlossen. Nach dem Vikariat und dem 2. Theologischen Examen bewirbt man sich bei der zuständigen Landeskirche auf eine Probedienststelle. Die Kirche sucht auf der Grundlage dieser Bewerbung eine passende Gemeinde. Nach dem Probedienst entscheidet sich dann, ob eine Pfarrerin oder ein Pfarrer endgültig übernommen wird. Derzeit haben Pfarrerinnen und Pfarrer in allen Landeskirchen sehr gute Chancen, unbefristet eingestellt zu werden.

Wie gestaltet sich das Studium?

Theologie, mit dem Ziel Erstes Theologisches Examen, kann man derzeit an 21 Orten in Deutschland studieren (eine Übersicht gibt dir unsere interaktive Karte). In der Regel gibt es bei Theologie keinen Numerus clausus. Das Studium setzt sich aus den Hauptfächern Altes Testament, Neues Testament, Kirchengeschichte, Systematische Theologie und Praktische Theologie sowie dem Fach Religionswissenschaft/Interkulturelle Theologie zusammen. Außerdem werden mit Hebräisch, Griechisch und Latein drei Sprachen vorausgesetzt. Inhaltlich bietet das Theologiestudium ein sehr breit gefächertes Angebot, das von Philosophie über Ethik, Philologie, Pädagogik, Rhetorik und Textauslegung bis hin zu sozialen und politischen Fragen der Gegenwart reicht (siehe dazu unser Interview mit Torsten Meireis, Professor für Ethik an der HU-Berlin). In der Praktischen Theologie werden die verschiedenen Handlungsfelder des Pfarramtes behandelt (zum Beispiel Gottesdienst, Seelsorge oder Kirchenleitung). Schwerpunkt des Studiums ist allerdings die theoretische Auseinandersetzung mit Glaubensfragen, bei der die praktische Erprobung eine untergeordnete Rolle spielt.

Was ist das Vikariat?

Der zweite Ausbildungsabschnitt auf dem Weg zum Pfarramt nennt sich Vikariat oder Vorbereitungsdienst. Das Vikariat besteht prinzipiell aus zwei Bereichen: Zunächst bekommt jede Vikarin und jeder Vikar eine Gemeinde zugewiesen. Dort sammeln sie praktische Erfahrungen in allen Feldern des Pfarramtes – vom Gottesdienst über Konfirmandenarbeit und Religionsunterricht bis hin zu Fragen der Gemeindeleitung. Die Ausbildung wird von einer erfahrenen Gemeindepfarrerin oder einem erfahrenen Gemeindepfarrer begleitet.
Daneben gibt es ein begleitendes Seminar, in dem die angehenden Pfarrerinnen und Pfarrer wichtige praktische Kompetenzen erlernen und erproben können: Predigtaufbau und Rhetorik, Sprecherziehung und liturgische Präsenz, Gemeindeleitung, Öffentlichkeitsarbeit und Diakonie. Einen wichtigen Aspekt stellt die Seelsorge dar, in der die Vikarinnen und Vikare sich auch intensiv mit der eigenen Entwicklung auseinandersetzen. Das Vikariat schließt mit dem 2. Theologischen Examen und der Ordination ab.
Weitere Informationen über das Vikariat findest du in unserem Gespräch mit Adelheid Ruck-Schröder, der Studiendirektorin im Predigerseminar Loccum.

Wer eignet sich für den Beruf

Der Beruf der Pfarrerin oder des Pfarrers ist so vielseitig wie die Menschen, die ihn ausüben. Wer sich für Glaubensinhalte und Sinnfragen interessiert, gern mit Menschen arbeiten möchte und außerdem Begeisterung für die christlich-jüdische Tradition mitbringt, wird im Studium vieles für sich finden. Einige Universitäten bieten hierzu umfangreiche Selbsttests an, die man online ausfüllen kann, zum Beispiel die Uni Bonn.
Mit dem Theologiestudium lassen sich weitere Studienmodule verbinden, von der Gemeindepädagogik bis zum Journalismus, sodass neben dem Ersten Theologischen Examen auch andere Abschlüsse möglich sind. Das Vikariat gestaltet sich als eine intensive Orientierungsphase, in der es neben dem Erlernen von praktischen Kompetenzen auch um die persönliche Entwicklung geht. Den eigenen Zweifeln wird hier ebenso Raum gegeben wie der Suche nach einer individuellen Interpretation des Pfarrberufes.

Dein Beruf. Das volle Leben.

Werde Pfarrerin oder Pfarrer in der evangelischen Kirche.

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Berufsziel: Pfarrerin oder Pfarrer

Wer gerne im Pfarramt arbeiten möchte, hat eine umfangreiche Ausbildung vor sich – bekommt aber auch viel geboten: vom umfassenden Studium über eine fundierte Praxisausbildung bis hin zu glänzenden Übernahmeaussichten.

Wie wird man Pfarrerin oder Pfarrer?

Die Ausbildung zur Pfarrerin oder zum Pfarrer besteht aus zwei Teilen: einem Hochschulstudium Evangelische Theologie und dem Vikariat. Beide werden mit einem Examen abgeschlossen. Nach dem Vikariat und dem 2. Theologischen Examen bewirbt man sich bei der zuständigen Landeskirche auf eine Probedienststelle. Die Kirche sucht auf der Grundlage dieser Bewerbung eine passende Gemeinde. Nach dem Probedienst entscheidet sich dann, ob eine Pfarrerin oder ein Pfarrer endgültig übernommen wird. Derzeit haben Pfarrerinnen und Pfarrer in allen Landeskirchen sehr gute Chancen, unbefristet eingestellt zu werden.

Wie gestaltet sich das Studium?

Theologie, mit dem Ziel Erstes Theologisches Examen, kann man derzeit an 21 Orten in Deutschland studieren (eine Übersicht gibt dir unsere interaktive Karte). In der Regel gibt es bei Theologie keinen Numerus clausus. Das Studium setzt sich aus den Hauptfächern Altes Testament, Neues Testament, Kirchengeschichte, Systematische Theologie und Praktische Theologie sowie dem Fach Religionswissenschaft/Interkulturelle Theologie zusammen. Außerdem werden mit Hebräisch, Griechisch und Latein drei Sprachen vorausgesetzt. Inhaltlich bietet das Theologiestudium ein sehr breit gefächertes Angebot, das von Philosophie über Ethik, Philologie, Pädagogik, Rhetorik und Textauslegung bis hin zu sozialen und politischen Fragen der Gegenwart reicht (siehe dazu unser Interview mit Torsten Meireis, Professor für Ethik an der HU-Berlin). In der Praktischen Theologie werden die verschiedenen Handlungsfelder des Pfarramtes behandelt (zum Beispiel Gottesdienst, Seelsorge oder Kirchenleitung). Schwerpunkt des Studiums ist allerdings die theoretische Auseinandersetzung mit Glaubensfragen, bei der die praktische Erprobung eine untergeordnete Rolle spielt.

Was ist das Vikariat?

Der zweite Ausbildungsabschnitt auf dem Weg zum Pfarramt nennt sich Vikariat oder Vorbereitungsdienst. Das Vikariat besteht prinzipiell aus zwei Bereichen: Zunächst bekommt jede Vikarin und jeder Vikar eine Gemeinde zugewiesen. Dort sammeln sie praktische Erfahrungen in allen Feldern des Pfarramtes – vom Gottesdienst über Konfirmandenarbeit und Religionsunterricht bis hin zu Fragen der Gemeindeleitung. Die Ausbildung wird von einer erfahrenen Gemeindepfarrerin oder einem erfahrenen Gemeindepfarrer begleitet.
Daneben gibt es ein begleitendes Seminar, in dem die angehenden Pfarrerinnen und Pfarrer wichtige praktische Kompetenzen erlernen und erproben können: Predigtaufbau und Rhetorik, Sprecherziehung und liturgische Präsenz, Gemeindeleitung, Öffentlichkeitsarbeit und Diakonie. Einen wichtigen Aspekt stellt die Seelsorge dar, in der die Vikarinnen und Vikare sich auch intensiv mit der eigenen Entwicklung auseinandersetzen. Das Vikariat schließt mit dem 2. Theologischen Examen und der Ordination ab.
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Wer eignet sich für den Beruf

Der Beruf der Pfarrerin oder des Pfarrers ist so vielseitig wie die Menschen, die ihn ausüben. Wer sich für Glaubensinhalte und Sinnfragen interessiert, gern mit Menschen arbeiten möchte und außerdem Begeisterung für die christlich-jüdische Tradition mitbringt, wird im Studium vieles für sich finden. Einige Universitäten bieten hierzu umfangreiche Selbsttests an, die man online ausfüllen kann, zum Beispiel die Uni Bonn.
Mit dem Theologiestudium lassen sich weitere Studienmodule verbinden, von der Gemeindepädagogik bis zum Journalismus, sodass neben dem Ersten Theologischen Examen auch andere Abschlüsse möglich sind. Das Vikariat gestaltet sich als eine intensive Orientierungsphase, in der es neben dem Erlernen von praktischen Kompetenzen auch um die persönliche Entwicklung geht. Den eigenen Zweifeln wird hier ebenso Raum gegeben wie der Suche nach einer individuellen Interpretation des Pfarrberufes.

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