​Pfarrer Heinrich auf dem Pützchenmarkt in Bonn, Schau­steller­seel­sorger

Schau­steller­seel­sorger

​#DerverrücktesteBerufderWelt

​"Eine Hochzeit von vier Tagen ist nicht unüblich"

Sieben Fragen an Torsten Heinrich

So wird man Seelsorger für Schaustellerinnen und Schausteller:

„Ich bin als Pfarrer schon immer sehr neugierig gewesen. Das Gemeindepfarramt kenne ich sowohl im Dorf als auch in der Großstadt, außerdem war ich als Jugendpfarrer tätig und habe das sehr genossen. Als ich dann die Ausschreibung zum Schaustellerseelsorger gelesen habe, war ich sofort interessiert. Ich habe ein wenig recherchiert und dann mit meinem Vorgänger gesprochen.“

Darum muss es das geben:

„Schausteller führen ein völlig anderes Leben als die meisten von uns. Viele fühlen sich der Kirche eng verbunden, erziehen ihre Kinder christlich und wollen ihre Taufen, Konfirmationen und Hochzeiten selbstverständlich in der Kirche feiern. Aber wenn man wöchentlich den Platz wechselt, ist es schwer, Anschluss an eine Ortskirche zu bekommen. Diese Menschen brauchen jemanden, der sie versteht, begleitet und dem sie nicht immer alles von vorn erklären müssen. In meiner Arbeit geht es daher vor allem darum, Beziehungen aufzubauen und zu pflegen.“

So sieht es im Kollegium aus:

„Deutschlandweit gibt es etwa elf Kolleginnen und Kollegen, die meisten von ihnen als Ehrenamtliche, oder sie sind Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand.“

"Wenn man wöchentlich den Platz wechselt, ist es schwer, Anschluss an eine Ortskirche zu bekommen."

Der erste Einsatz:

„Eine Hochzeit im Milieu der Puppenspieler. Wer noch nie eine Hochzeit von Schaustellern mitbekommen hat, muss sich auf Folgendes einstellen: Man kann sich auf eine Besucherzahl oberhalb der 500 einrichten; eine Feierdauer von mehreren Tagen ist nicht unüblich; wenn schon alle zusammen sind, feiert man nicht nur die Hochzeit, dann kann man auch gleich noch ein paar Kinder taufen lassen und zwei Konfirmationen machen.“

Der Arbeitsort:

"Bei Zirkusleuten feiert man Hochzeiten natürlich im eigenen Zelt, Schausteller nehmen gerne den Autoscooter, weil der eine schöne Grundplatte und ein Dach drüber hat. Aber manchmal finden Feste auch in der jeweiligen Kirche vor Ort statt.“

Das eindrücklichste Erlebnis:

„Bei einer Taufe habe ich über die Bedeutung des Wassers gesprochen. Ich sagte: ‚Jede hatte schon mal Durst, jeder hatte schon mal einen trockenen Mund, weil er lange geredet hat, so wie ich jetzt gerade.‘ Plötzlich kamen zwei kleine Kinder nach vorn und brachten mir ein Glas Wasser. So dicht ist man an den Menschen doch selten: Die hören zu und schreiten zur Tat.“

Anreise zum Arbeitsplatz:

„60.000 Kilometer an 200 Tagen im Jahr.“

Dein Beruf. Das volle Leben.

Werde Pfarrerin oder Pfarrer in der evangelischen Kirche.

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Zahlen & Fakten

ca. 6 500

​Anzahl der Theologiestudierenden mit dem Berufsziel Pfarrer

 
 
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​"Eine Hochzeit von vier Tagen ist nicht unüblich"

Sieben Fragen an Torsten Heinrich

So wird man Seelsorger für Schaustellerinnen und Schausteller:

„Ich bin als Pfarrer schon immer sehr neugierig gewesen. Das Gemeindepfarramt kenne ich sowohl im Dorf als auch in der Großstadt, außerdem war ich als Jugendpfarrer tätig und habe das sehr genossen. Als ich dann die Ausschreibung zum Schaustellerseelsorger gelesen habe, war ich sofort interessiert. Ich habe ein wenig recherchiert und dann mit meinem Vorgänger gesprochen.“

Darum muss es das geben:

„Schausteller führen ein völlig anderes Leben als die meisten von uns. Viele fühlen sich der Kirche eng verbunden, erziehen ihre Kinder christlich und wollen ihre Taufen, Konfirmationen und Hochzeiten selbstverständlich in der Kirche feiern. Aber wenn man wöchentlich den Platz wechselt, ist es schwer, Anschluss an eine Ortskirche zu bekommen. Diese Menschen brauchen jemanden, der sie versteht, begleitet und dem sie nicht immer alles von vorn erklären müssen. In meiner Arbeit geht es daher vor allem darum, Beziehungen aufzubauen und zu pflegen.“

So sieht es im Kollegium aus:

„Deutschlandweit gibt es etwa elf Kolleginnen und Kollegen, die meisten von ihnen als Ehrenamtliche, oder sie sind Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand.“

"Wenn man wöchentlich den Platz wechselt, ist es schwer, Anschluss an eine Ortskirche zu bekommen."

Der erste Einsatz:

„Eine Hochzeit im Milieu der Puppenspieler. Wer noch nie eine Hochzeit von Schaustellern mitbekommen hat, muss sich auf Folgendes einstellen: Man kann sich auf eine Besucherzahl oberhalb der 500 einrichten; eine Feierdauer von mehreren Tagen ist nicht unüblich; wenn schon alle zusammen sind, feiert man nicht nur die Hochzeit, dann kann man auch gleich noch ein paar Kinder taufen lassen und zwei Konfirmationen machen.“

Der Arbeitsort:

"Bei Zirkusleuten feiert man Hochzeiten natürlich im eigenen Zelt, Schausteller nehmen gerne den Autoscooter, weil der eine schöne Grundplatte und ein Dach drüber hat. Aber manchmal finden Feste auch in der jeweiligen Kirche vor Ort statt.“

Das eindrücklichste Erlebnis:

„Bei einer Taufe habe ich über die Bedeutung des Wassers gesprochen. Ich sagte: ‚Jede hatte schon mal Durst, jeder hatte schon mal einen trockenen Mund, weil er lange geredet hat, so wie ich jetzt gerade.‘ Plötzlich kamen zwei kleine Kinder nach vorn und brachten mir ein Glas Wasser. So dicht ist man an den Menschen doch selten: Die hören zu und schreiten zur Tat.“

Anreise zum Arbeitsplatz:

„60.000 Kilometer an 200 Tagen im Jahr.“

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