Kaputter Bildschirm, Ontologischer Schock

Ontologischer Schock

#GeistlicheKuriositäten

​Gott ist der Ursprung allen Seins

Lieblingsserie. Serienmarathon. Letzte Folge. Vorbei. Leere. Was fang ich jetzt mit meiner Zeit an? Das Gefühl, das dich nach dem großen Finale ereilt, ist eine schwache Form des ontologischen Schocks. Dieser besondere Schreck beschreibt die Erfahrung von Sinnlosigkeit, Leere und der Erschütterung der eigenen Grundfesten.

Der Begriff wurde von dem Theologen Paul Tillich geprägt. Er erlebte, wie im Ersten Weltkrieg Menschen zu Tausenden verheizt worden sind. Diese Erfahrung führte ihn in eine schwere Glaubens- und Existenzkrise. Er fragte sich, wie man angesichts dieser erschütternden Sinnlosigkeit an Gott glauben kann. Kein Wunder, wenn links und rechts Menschen sterben wie die Fliegen, das eigene Gebet im Artilleriefeuer verhallt und sich über Monate und Jahre nichts daran ändert. Da kann man schon mal an Gott zweifeln.

Tillichs Ansatz war die philosophische Erkenntnis, dass alles, was ist, in das Sein selbst eingebettet ist. Seine persönliche Angst vor dem Sterben und der Sinnlosigkeit kam in Gott als dem Ursprung allen Seins zur Ruhe.

Die Ontologie ist übrigens die Lehre vom Sein. Sie beschäftigt sich mit allem, was es gibt, denn sie fragt erstens, warum es etwas gibt, und zweitens, welche Kategorien von Objekten existieren und in welchem Verhältnis sie zueinander stehen. Daraus ergibt sich zum Beispiel die Antwort: Weil Gott ist, sind auch wir.

 

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Der Begriff wurde von dem Theologen Paul Tillich geprägt. Er erlebte, wie im Ersten Weltkrieg Menschen zu Tausenden verheizt worden sind. Diese Erfahrung führte ihn in eine schwere Glaubens- und Existenzkrise. Er fragte sich, wie man angesichts dieser erschütternden Sinnlosigkeit an Gott glauben kann. Kein Wunder, wenn links und rechts Menschen sterben wie die Fliegen, das eigene Gebet im Artilleriefeuer verhallt und sich über Monate und Jahre nichts daran ändert. Da kann man schon mal an Gott zweifeln.

Tillichs Ansatz war die philosophische Erkenntnis, dass alles, was ist, in das Sein selbst eingebettet ist. Seine persönliche Angst vor dem Sterben und der Sinnlosigkeit kam in Gott als dem Ursprung allen Seins zur Ruhe.

Die Ontologie ist übrigens die Lehre vom Sein. Sie beschäftigt sich mit allem, was es gibt, denn sie fragt erstens, warum es etwas gibt, und zweitens, welche Kategorien von Objekten existieren und in welchem Verhältnis sie zueinander stehen. Daraus ergibt sich zum Beispiel die Antwort: Weil Gott ist, sind auch wir.

 

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